Bei Anlagen mit Inflationssicherung, ist es so, dass diese mit Tilgung und Zins an die Rate der Inflation gekoppelt sind. Somit können Sie Ihr Geld gegen den Kaufkraftverlust schützen. Hierbei ist es so, dass sich die Modalitäten und die Risiken dieser inflationsgeschützten Anlagen von denen der normalen Anlagen unterschieden.
Bei den Banken sind sowohl verzinsliche Anlagen mit Inflationsschutz, als auch inflationsindexierte Anlagen erhältlich. Allerdings ist nur eine sehr geringe Zahl inflationsgeschützter Anleihen durch die Bundesrepublik Deutschland emittiert wurden. Bei den Anleihen mit Inflationsbezug ist dies etwas anderes, diese sind in weitaus größerer Zahl erhältlich. Diese verfügen obendrein über bessere Konditionen, besitzen aber auch das höhere Risiko. Je nach Anlage ist es dabei möglich, dass entweder die Zinszahlung, die Rückzahlung des Nennwertes oder aber auch beides mit der Inflationsrate gekoppelt ist. Grundlage ist hierfür fast immer der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), welcher in der Eurozone gilt.
Im Moment (2011) gibt es genau drei inflationsindexierte Wertpapiere vom Bund. Diese sind zwei Bundesanleihen, die 5 oder 9 Jahre Restlaufzeit besitzen. Zudem existiert eine Bundesobligation, die 2 Jahre Restlaufzeit hat. Hierbei sind sowohl die Rückzahlung, als auch die Betrachtungsperiode an den HVPI gebunden. Steigt also das Preisniveau um 7 Prozent, so steigt auch der Nennwert der Anlage um diese 7 Prozent. Da sich die Zinsen auf den Nennwert beziehen, steigen auch sie.
Der Kurs von einer Anlage, die inflationsindexiert ist, hängt nicht nur von den normalen Parametern ab, sondern auch von der Inflationserwartung auf dem Markt. Diese wird angepreist, allerdings birgt dies aber auch ein Risiko. Wird eine Anleihe von Ihnen zu einem Zeitpunkt erworben, an dem eine hohe Inflationserwartung bestand, so ist diese auch dementsprechend teuer. Ist die Inflation im Nachhinein jedoch nicht so stark, so wurde von Ihnen zu viel Inflationsschutz gezahlt. In diesem Fall wäre eine normale Anleihe wohl besser gewesen. Vorteilhaft ist dies natürlich dann, wenn die Inflation stärker ist, als erwartet. In diesem Fall wurde das Vermögen gut vor der Entwertung geschützt. Bei einer normalen Anleihe, wäre diese Entwertung nicht zu verhindern gewesen. Allerdings sind die Konditionen der inflationsgeschützten Anleihen vom Bund nicht so weltbewegend. Eine Rendite, die höher ist als 1 – 1,5 % pro Jahr ist kaum möglich. Bankprodukte hingegen bieten in dieser Hinsicht weit höhere Erträge. Allerdings ist es hier zu empfehlen die Details ganz genau zu berücksichtigen. Hier ist es vor allem wichtig zwischen Bankeinlagen und Anleihen zu unterschieden.
Inflationsgeschütze Anlagen sind somit für Anleger ganz besonders geeignet, die mit einer Hohen Inflation in den nächsten Jahren rechnen. Jedoch ist das Angebot an Bundeswertpapieren in diesem Zusammenhang sehr dünn. Obendrein sollte zumindest ein Basiswissen in Sachen Anleihen vorhanden sein. Immerhin besitzen Bankanleihen ein höheres Risiko, bieten aber obendrein auch die Möglichkeit auf höhere Erträge.
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Die Abgabe der jährlichen Einkommenssteuererklärung ist für die meisten Steuerpflichtigen mit einem erheblichen Maß an Aufwand und Zeit verbunden. Dennoch ist es für viele nach wie vor selbstverständlich, ihre Steuererklärung selber machen und beim Finanzamt einreichen zu wollen, anstatt diese Aufgabe Dienstleistern wie zum Beispiel Steuerberatern zu übertragen. Steuererklärung selber machen – hier steht, wie’s geht.
Im Prinzip kann jeder Bürger seine Steuererklärung selber machen und bei dem für seinen Wohnsitz zuständigen Finanzamt einreichen. Die dazu notwendigen Formulare erhält dort jeder Bürger kostenfrei. Darüber hinaus besteht seit einigen Jahren auch die rechtlich anerkannte Möglichkeit, die fertige Steuererklärung auch direkt auf elektronischem Wege über das Internet an das Finanzamt zu versenden. Dazu gibt es einschlägige Hilfssoftware wie die Software des Finanzamtes ELSTER, welche kostenfrei über das Internet heruntergeladen werden kann. Informationen hierüber gibt es im Internet unter http://www.helpster.de/themen/finanzen.
Um die Steuererklärung selber machen zu können, ist die penible Erfassung aller steuerrechtlich relevanten Vorgänge mit Belegen über Einnahmen und Ausgaben für das ganze Jahr erforderlich. Ratschläge dazu gibt es bei http://www.helpster.de/themen/finanzen. Dazu zählen zum einen Lohnabrechnungen oder Rechnungen, zum anderen Nachweise über Anschaffungen wie Rechnungen, Kassenbelege und Quittungen für Ausgaben. Darüber hinaus sind oftmals fortlaufende Kontoauszüge des Bankkontos sowie Nachweise über Kapitaleinkünfte erforderlich. Wichtige Hinweise kann der Interessierte auf der Plattform http://www.helpster.de/themen/finanzen erfahren.
Weiterhin kann die Führung eines Fahrtenbuches erforderlich sein. Nun geht es daran, die vorhandenen Belege zu sortieren und den verschiedenen Kategorien zuzuordnen. Nach der Sortierung der Belege sind die Summen der einzelnen Posten zu addieren. Jetzt kann es an das Ausfüllen der Formulare für das Finanzamt gehen. Die Plattform http://www.helpster.de/themen/finanzen bietet hierzu eine Fülle an Informationen. Dazu ist im Kopf des Formulars zur Jahreseinkommenssteuererklärung zunächst einmal die Adresse des Steuerpflichtigen nebst Steuernummer einzutragen. Die individuelle Steuernummer bekommt jeder Steuerpflichtige von seinem für den Wohnsitz zuständigen Finanzamt ebenfalls kostenfrei zugeteilt. Danach ist das zuständige Finanzamt einzutragen. Jetzt können die einzelnen Zeilen des Formulars mit den Daten der angefertigten Tabelle gefüllt werden. Wichtig ist hierbei, dass das Finanzamt nur runde Summen akzeptiert, das heißt, die Centbeträge nach dem Komma dürfen mit ruhigem Gewissen weggelassen werden.
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Die Wirtschaft eines jeden Landes unterliegt einer wiederkehrenden Veränderung, dem Konjunkturzyklus. Der Wirtschaftszyklus ist der Konjunktur unterworfen. Konjunktur wird aus dem Lateinischen, von coniunctura (Verbindung), oder coniungere (verbinden) hergeleitet. In der Marktwirtschaft werden die Phasen der Konjunktur wie folgt aufgegliedert:
Zu einem Aufschwung kommt es durch ökonomische oder technische Innovationen oder durch soziale Veränderungen. Eine steigende Nachfrage sichert gute Auftragsbestände, die Arbeitslosenquote sinkt. Die wirtschaftlichen Kapazitäten werden besser ausgelastet, die Investitionen werden angekurbelt und die Löhne steigen. Ein erhöhter privater Konsum sichert ein hohes Steueraufkommen des Landes und die wirtschaftliche Entwicklung wird durch niedrige Zinsen begleitet.
Besteht eine Hochkonjunktur, wird die Wirtschaft auf Grund steigender Nachfrage ausgelastet. Durch die Vollbeschäftigung steigt das Lohnniveau, auch Zinsen und Preise erhöhen sich. Eine wesentliche Steigerung des Volkseinkommens ist nicht mehr möglich. Durch die Marktsättigung werden kleine und nicht so produktive Unternehmen gezwungen, aus dem Markt auszuscheiden. In der Zeit des Booms beginnt bereits der Abschwung der Wirtschaft. Ist der Markt gesättigt und es wird dennoch weiter produziert, kann es zu einer Überhitzung des Marktes kommen.
Wächst die Wirtschaft in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen nicht mehr oder ist rückläufig, spricht man von einer Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt sinkt, es kommt zu Arbeitslosigkeit und sinkenden Löhnen. Die Wirtschaftslage wird von den Unternehmen pessimistisch beurteilt, da die Nachfrage zurückgeht. Kurzarbeit wird angeordnet und Überstunden werden abgebaut, einzelne Produktionsanlagen werden stillgelegt. Auch die Börse reagiert mit fallenden Kursen.
Mit Depression bezeichnet man eine Störung einer Volkswirtschaft. Dauert die Rezession an, gerät das Wachstum einer Wirtschaft über einen längeren Zeitraum zum Stillstand. Unternehmen und somit auch die Volkswirtschaft geraten in eine Notlage. Die Arbeitslosigkeit steigt, die Löhne und auch die Endverbraucherpreise fallen. Da das Vertrauen in die Wirtschaft sinkt, kommt es an der Börse zu hohen Kursverlusten. Durch all diese Umstände stehen dem Staat kaum Mittel zur Verfügung, um der Depression sinnvoll begegnen zu können. Deshalb kann es einige Zeit dauern, bis die Wirtschaft sich wieder erholt und es wieder zu einem Aufschwung kommen kann.
Eine Rezession kann nicht durch die Wirtschaft allein abgewendet werden. Die Zentralbanken und die Politik müssen rechtzeitig Maßnahmen ergreifen, um für die Wirtschaft günstige Bedingungen zu schaffen. Damit diese wieder wachsen kann, sind Maßnahmen wie zum Beispiel das senken des Zinsniveaus notwendig, um der Wirtschaft die Möglichkeit zu geben in Maschinen und Anlagen zu investieren. Die Politik ist auch aufgefordert, der Arbeitslosigkeit durch geeignete Maßnahmen zu begegnen. Hier sollte besonders auf die Kurzarbeit hingewiesen werden. Das durch die Politik beschlossene Kurzarbeitergeld sichert langfristig Arbeitsplätze, denn der Unternehmen kann in Zeiten der Flaute die Beschäftigten im Unternehmen halten. Steigen die Auftragszahlen, kann der Unternehmer auf die Stammbelegschaft zurückgreifen. Der Volkswirtschaftler Richard Russell stellte fest: “Die Volkswirtschaften atmen aus und atmen ein”. In einer Rezession hält die Volkswirtschaft den Atem an. Werden die Bedingungen so gestaltet, dass sie wieder einatmen kann, fällt die Volkswirtschaft gar nicht erst ins Koma und der Depression kann wirkungsvoll begegnet werden.
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Zu den Edelmetallen gehören zum Beispiel Gold, Silber, Platin, Kupfer und vieles mehr. Das Geschäft mit diesen Metallen ist sowohl für Anleger als auch für Produktionsunternehmen sehr wichtig. Das kommt daher, dass die verarbeitende Industrie Edelmetalle zur Produktion benötigt. In diesem Bereich ist der Bedarf riesig und er steigt immer weiter an. Das Problem ist nur, dass die Edelmetalle immer seltener werden und dementsprechend die Preise für die Metalle steigen. Daraus kann der Anleger aber einen sehr guten Profit erzielen, weil durch die steigende Nachfrage ebenfalls die Preise für die Metalle steigen. Das heißt, dass Sie als Anleger jedes Jahr einen Gewinn daraus erzielen können. Hier sind einige Tipps, um sinnvoll in Edelmetalle anzulegen.
Sie als Verbraucher haben mittlerweile eine riesige Auswahl an Edelmetallen und alle bieten sowohl Vorteile als auch Nachteile. Die wohl bekannteste und sicherste Anlage ist Gold, da der Goldpreis schon seit Jahrzehnten immer weiter an Wert gewinnt. Besonders während der Wirtschaftskrisen kann sich das Edelmetall sehr gut halten und ist deswegen als Sicherung von Fonds sehr oft in Gebrauch. Für private Anleger hat Gold, aber noch einen weiteren Vorteil, es ist nämlich von der Steuer befreit. Das heißt, dass Sie auch bei Kursgewinnen keine Gebühren an den Staat abgeben müssen. Bei anderen Metallen ist das aber nicht der Fall. Jedoch bieten die anderen Edelmetalle ebenfalls sehr viele Vorteile. Zum einen sind diese sehr begehrt und die Prognosen zeigen, dass die Nachfrage von Silber und Palladium in den kommenden Jahren extrem steigen wird. Das kommt daher, dass die Nachfrage der Rohstoffe schon heute größer ist als die Herstellung der Rohstoffe. Deswegen wird es irgendwann darauf hinauslaufen, dass die Beiden Rohstoffe einen immensen Wertzuwachs erleben werden. Denn Silber wird dringend von der Produktion benötigt und Palladium verwendet man für alle möglichen Elektrogeräte. Falls Sie sowohl in Silber als auch in Palladium anlegen stehen die Chancen sehr gut, dass Sie mit sehr viel Gewinn aus dem Geschäft herauskommen.
Falls Sie sich für eine Investition in Edelmetall entschieden haben, müssen Sie noch eine Bank bzw. Börse finden, die mit Edelmetallen handelt. Dafür sollten Sie einmal mit Ihrem Bankberater reden und danach die Angebote miteinander vergleichen. Denn es gibt mittlerweile sehr viele Banken und jede Menge unterschiedlicher Angebote. Damit Sie bei diesen ganzen Angeboten nicht durcheinander kommen sollten Sie zum einen Vergleichen und sich genauestens informieren. Denn beim Handel mit Rohstoffen zählt immer, umso besser Sie informiert sind, umso höher stehen die Chancen mit einem sehr guten Gewinn abzuschneiden.
Sie sollten besonders in der heutigen Zeit die Investition in Edelmetalle wagen, da diese auf dem Markt sehr begehrt sind. Dafür ist es wichtig, dass Sie alle Börsen und Banken miteinander vergleichen, um einen erfolgreichen Kauf durchführen zu können. Falls Sie sich Zeit lassen und nicht überstürzt handeln, sollte der Kauf von Edelmetallen ganz einfach sein und keine Risiken mit sich bringen.
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Die Schuldenkrise hält Europa weiter in Atem. Täglich bestimmt sie die Schlagzeilen, ein Schicksalstag folgt auf den nächsten. Noch ist nicht absehbar, ob sie zufriedenstellend bewältigt werden kann oder ob noch heftigere Turbulenzen drohen und die Bürger sich mit gravierenderen Auswirkungen konfrontiert sehen.
Momentan gibt es keine einheitliche Entwicklung hinsichtlich der Wirtschaftskraft und der Kaufkraft der Bürger: Es gilt hier, zwischen den Krisenstaaten und den anderen Staaten der Europäischen Union zu unterscheiden. So muss die Situation in Griechenland als dramatisch und jene in Spanien, Portugal und Italien zumindest als ernst bezeichnet werden. In diesen Ländern hat die Schuldenkrise in Form von einschneidenden Sparmaßnahmen, um die galoppierende Staatsverschuldung unter Kontrolle zu bekommen, unübersehbare reale Auswirkungen. Die griechische Regierung will zum Beispiel zahlreiche staatliche Leistungen kürzen, Beamte entlassen, Investitionen zurückfahren und Steuern erhöhen. Das hat schon jetzt zur Folge, dass das Bruttoinlandsprodukt stark zurückgegangen ist. Es fehlt sowohl an staatlicher Anregung der Wirtschaftstätigkeit als auch an Kaufkraft und Vertrauen der Bürger. Deutschland steht dagegen mit einer relativ niedrigen Arbeitslosigkeit, einer stabilen Wirtschaft und immer noch sprudelnden Steuereinnahmen sehr gut da.
Allerdings drängt sich die Frage auf, wie lange dieser Zustand noch halten wird. Um eine drohende Zahlungsunfähigkeit Griechenlands zu verhindern, haben die EU-Staaten Sicherheitsgarantien in enormer Höhe gegeben. Noch sind das Garantien, die aber bei Einlösung auch den deutschen Haushalt real stark belasten werden. Zudem kauft die Europäische Notenbank bereits jetzt, unter anderem, griechische Staatsanleihen auf, wovon die einzelnen Staaten bei einem Verlust auch betroffen wären. Aktuell besteht kein Grund zur Panik für all die Bürger in Staaten, die nicht direkt von der Krise betroffen sind. Aber im schlimmsten Fall werden auch sie sich mit Sparmaßnahmen sowie einer zurückgehenden Wirtschaftsentwicklung betroffen auseinandersetzen müssen. Andererseits: Einen anderen politischen Weg als die fast verzweifelte Rettung Griechenlands steht der Staatengemeinschaft nicht offen. Ein Ausschluss Griechenlands ist rechtlich nicht möglich und wäre zudem auch ökonomisch gefährlich. Ein Dominoeffekt wäre kaum zu vermeiden, weitere Staaten Südeuropas sähen sich Spekulationen ausgesetzt. Gerade für Deutschland wäre eine Reduktion der Euro-Staaten fatal: Die Einheitswährung nützt dem Export. Würden Staaten den Euro-Raum verlassen, würden sie ihre Währung massiv abwerten, sodass deutsche Produkte jegliche Konkurrenzfähigkeit dort verlieren würden.
Die Bürger in Deutschland als Arbeitnehmer, Selbstständige und Steuerzahler sehen sich noch kaum mit den Folgen der Krise konfrontiert. Anderes gilt für all jene, die in irgendeiner Form Kapital angelegt haben. So waren die Börsen erstaunlich lange stabil, in den letzten Wochen haben die Schuldenkrisen, insbesondere auch jene der USA, aber kräftig auf die Stimmung gedrückt. Die relevanten Leitindizes haben stark nachgegeben. Es ist größte Nervosität an den Börsen zu beobachten, immer wieder gibt es kurze Erholungsphasen und dann wieder satte Verluste. Viel spricht dafür, dass diese Schwankungen noch eine Zeit lang anhalten werden. Beim Aktienhandel ist es häufig empfehlenswert, antizyklisch zu handeln. Viele Kurse sind momentan, wenn man sie mit den Wirtschaftsdaten der Unternehmen vergleicht, günstig. Es lohnt sich also, trotz aller Unsicherheiten und eventueller kurzfristiger Verluste momentan durchaus, die eine oder die andere Aktie zu kaufen. Voraussetzung sind dafür starke Nerven, genug finanzielle Mittel und ein mittel- bis langfristiges Investment. Viele setzen stattdessen auf Gold, das in den letzten Monaten stark an Wert gewonnen hat. Hier ist aber eine gewisse Vorsicht geboten: Der Goldkurs ist dermaßen kräftig angezogen, dass es auch zu Bewegungen in die entgegengesetzte Richtung kommen kann.
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Es ist nicht leicht zu sagen, welche Tage Eingang in die Geschichtsbücher finden werden, wenn die Rede von der Wirtschaftskrise der Jahre 2008 bis wenigstens 2011 ist.
In der deutschen Geschichtsschreibung dürfte aber sicherlich der 29. September 2011 seinen Platz sicher haben, denn er markierte einen absoluten Höhepunkt. Der deutsche Bundestag beschloss an diesem Tag, die deutschen Bürgschaften für den sogenannten europäischen Rettungsfonds um mehr als 100 Milliarden Euro auf 211 Milliarden Euro aufzustocken. Diese Summe entspricht fast dem gesamten deutschen Kernhaushalt. Aber wie konnte es soweit kommen? Was war geschehen?
Die Wirtschaftskrise des Jahres 2011 ist noch immer die Finanzkrise des Jahres 2008. Im damaligen Herbst ging die weltgrößte Investmentbank Lehman Brothers pleite. Es entstand eine Kettenreaktion oder ein Flächenbrand, wie es der damalige Finanzminister Peer Steinbrück ausdrückte. Banken mussten mit staatlichen Geldern gestützt werden. Da die Finanzinstitute aber kein eigenes Geld mehr hatten, konnten sie auch keine Kredite mehr vergeben. Um ein Absterben der Realwirtschaft zu verhindern, legten die Staaten gewaltige Konjunkturpakete auf, die es durchaus vermochten, der Wirtschaft zu helfen, jedoch die Haushalte einiger Staaten maßlos überforderten.
In der Eurozone war es Griechenland, das es nicht vermochte, die ausufernden Kosten einzufangen. Das Land lebte schon vor 2008 mit gewaltigen Defiziten. Danach eskalierten sie. Im Sommer 2010 bekam das Land Probleme mit den Banken, die, selbst noch von der Finanzkrise gezeichnet, kein Geld mehr verleihen wollten. Die EU gründete den ESFS, den sogenannten europäischen Währungsfonds, der erst die Griechen und dann die Iren und die Portugiesen vor der Pleite bewahrte. Doch Griechenland blieb ein Krisenherd.
Im Jahr 2011 griffen asiatische und amerikanische Spekulanten den Euro massiv an. Das erste Land, das wiederum wackelte, war Griechenland. Die Südeuropäer konnten mittlerweile nicht einmal mehr die Zinsen der Kredite bezahlen. Die Banken verweigerten neue Darlehen, denn die Griechen hatten es ebenfalls versäumt, versprochene Reformen zu unternehmen, die im Hauruck-Verfahren nachgeholt werden sollten. Eine neue Kettenreaktion entstand. Als sich erstmals zeigte, dass die Griechen Staatsanleihen nicht würden zurückzahlen können, wurden die Großbanken der Eurozone, die alle Schuldpapiere der Griechen hielten nervös. Sie wurden deshalb beim Ankauf von Schuldpapieren stark verschuldeter Länder vorsichtiger. Auf einmal erfasste der Schuldensog und die Angst vor der Zahlungsunfähigkeit auch Italien und Spanien, die immer höhere Zinsen auf ihre Staatsanleihen bieten mussten, um sie überhaupt verkaufen zu können. Dies führte zu einer noch größeren Unsicherheit unter den Banken, die die Papiere ankauften, ob sie ihr Geld zurückerhalten würden. Die Spekulanten zogen ihr Geld zusätzlich gezielt aus den kritischen Ländern ab, um den Euro noch mehr zu schwächen. Die europäischen Banken fuhren die Kreditvergaben an andere Finanzinstitute und die Realwirtschaft zurück, was deutliche Spuren hinterließ. Die Politik beschloss in der Folge, den europäischen Rettungsfond deutlich zu erhöhen, um so zu garantieren, dass jeder sein Geld zurückbekommen würde. Er soll künftig mehr als 600 Milliarden Euro umfassen. Kritiker sagen, diese Summe reiche längst nicht.
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